social media Eltern challenge

Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter. Der ganze Social Media Wahnsinn ist schlecht für die Entwicklung unsere Kinder, oder?



Im vorigen Blog Artikel social media vs. small talk habe ich mich ja klar als Gegner des inhaltslosen small talk bekannt. Ein wenig ratterte mein Hirn dann noch weiter, über unsere heutige Kommunikationswelt.


Die Eltern challenge

Weitergedacht zum vorigen Artikel frage ich mich, was in einer solchen Kommunikationswelt für meine Kinder in Zukunft wichtig sein wird. Denn wo gestern Kinder in der Schule, oder im näheren Umfeld ihres zu Hauses mit Mobbing konfrontiert waren, gibt es rund um social media natürlich auch hier neue Möglichkeiten, Anderen das Leben schwer zu machen.

 

Vor allem die Permanenz der geteilten Inhalte im Internet als Kind zu erfassen und verstehen ist meiner Meinung nach extrem schwer. z.B. ist ein Telefongespräch mit der Oma nach dem auflegen (sofern es nicht aufgezeichnet wird) Geschichte. Ein Brief, den man einem Freund schreibt, ist da schon "länger haltbar", aber sehr privat und normalerweise nur einem sehr begrenzten Personenkreis zugängig. Um dies im Internet auch so zu ermöglichen sind extrem viele Sicherheitseinstellungen zu beachten, die sich ständig ändern. Dessen muss sich das Kind und die Eltern bewusst sein.

 

Ein Begleiten bei der Nutzung und klare Regeln sind Voraussetzung, dass kein Blödsinn gemacht wird. z.B. vereinbaren, dass anfangs bei den Eltern mitgeschaut wird, dann die Inhalte gemeinsam erstellt werden, die Freundesliste kontrolliert wird, damit keine Fremden hinzukommen und die Nutzung auch zeitlich begrenzt wird. Beiträge anfangs nur gemeinsam lesen und darüber reflektieren, damit radikale, pornografische oder beleidigende Inhalte erkannt werden und wie damit umgegangen werden soll.

 

 


Die Kompetenzen

Ein paar der Erkenntnisse die ich meinen Kids vermittle und daraus resultierend passende Kompetenzen die die Kids daraus entwickeln (sollten, hoffentlich). Nicht vollständig und kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit (bin ja kein Psychologe oder Medienexperte), sondern ein Auszug davon was mir dazu durch den Kopf geht.

 

Kompetenz Nr. 1 - verantwortungsvolles, reflektiertes Handeln

 Vorher überlegen, was du von dir preisgibst. Nicht jedes Foto und jede Situation ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Was du teilen kannst sind Fragen die du dir stellst, etwas zu deinen Hobbies und Interessen. Wie es dir gerade geht (und vielleicht warum). Wenn du selbst etwas liest, was nicht in Ordnung ist reden wir darüber und besprechen was wir tun können. Ursache und Wirkung bedenken.

 

 

 

Kompetenz Nr. 2 - Selbstbewusstsein

 

Und wenn du etwas teilst, dann steh dahinter, egal was Andere sagen, denn das bist du. Lass dich nicht von den Meinungen und Aussagen Anderer kleiner machen als du bist. Wenn sie das nicht akzeptieren und dich nicht so annehmen wie du bist, dann sollen sie sich jemand anderen suchen, aber nicht versuchen dich in ihre Form zu quetschen. Such dir Freunde, die dich so annehmen wie du bist.

 

Kompetenz Nr. 3 - Achtsamkeit

Umgekehrt urteile nicht über Mitmenschen, sondern akzeptiere auch sie so wie sie sind. Unterschiede sind immer gut, um gemeinsam zu wachsen. Achtsamkeit und Interesse zeigen. 

 


Takeaways

Nachdem der Bogen nun von small talk recht weit zur Wertevermittlung gespannt wurde, lasse ich den Pfeil hier aus und geb euch ein paar bullet points mit:

 

  1. Gemeinsame Regeln für eine begleitete Nutzung vereinbaren
  2. Vorher überlegen was geteilt werden soll
  3. Von der Meinung Anderer nicht abhängig machen, zu sich selbst stehen
  4. Umgekehrt nicht über Andere urteilen
  5. Weiter darüber nachdenken, welche Werte unter Einbezug von social media vermittelt werden können, denn social media ist eine Tatsache, mit oder ohne Begleitung der Eltern. 

... und eure Erfahrungen?

Und? Bindest du social media in deine Wertevermittlung ein?

 

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