social media vs. small talk

Und wie geht's? Eh gut. Selbst? Eh auch. Schönes Wetter. Ja. Warm heut ... Ich hasse small talk.



small talk - nein Danke

Ich bin sicher kein Paradebeispiel für einen small-Talker. Es fällt mir echt schwer mich über Belanglosigkeiten zu unterhalten, oder ebensolche Fragen zu stellen. Aus Höflichkeit einfach miteinander zu reden, wenn man nicht weiß worüber man sonst reden soll. Heute ist es wieder heiß. Ja stimmt. Wie geht's den Kindern? Gut, und selbst? Ja eh auch ...

 

Oder das langsame Herantasten in Geschäftsgesprächen, um dann endlich auf das Wesentliche und den eigentlichen Sinn und Zweck des Besuchs zu kommen. Alles wohl um eine positive Stimmung aufzubauen und mögliche Gemeinsamkeiten zu finden, die verbinden.

 

Ist small talk ein Generationen Thema? Ändert sich das mit den wachsenden Möglichkeiten der Kommunikation? Ja, meiner Meinung nach.


"Small Talk ist die Kunst zu reden, ohne zu Denken"

- Andreas Tenzer -


small talk killer

Eine Beobachtung bei der Kommunikation von Teenagern und Kindern hat mich auf eine mögliche Fährte gebracht. Bei den heutigen Teenagern und Kindern sehe ich viel weniger small talk, als ich es zu meiner Jugendzeit wahrgenommen habe. Dabei verstehe ich unter small talk Orientierungsfragen, um auf ein interessantes, gemeinsames Thema zu kommen. Was hast du gestern gemacht? Hast du das neue blabla schon gesehen? Wie geht's dir so?

 

Heute werden solche Fragen bei den Teenies nicht mehr gestellt. Warum? Weil der Großteil genau diese Fragen schon dadurch beantwortet, dass sie ihr Empfinden, ihr Tätigkeiten, ihre Entdeckungen und vieles mehr auf social media Platformen, allen voran Facebook, Instagram und Snapchat, teilen.

 

Trifft man sich dann "offline" braucht es keine Orientierung mehr. Man kann gleich auf die Themen eingehen die geteilt wurden. Kein blabla mehr. Keine Fragen, was man so gemacht hat. Es wurde ja schon alles geteilt. Genial. Social media ist der small talk killer.

 

Social media wird des öfteren so dargestellt, als ob unsere Gesellschaft dadurch mehr und mehr verblödet. Das ist wohl die Meinung derer, die in der "guten alten Zeit" festsitzen und sich nicht damit auseinandersetzen, was die neue Art der Kommunikation auch für Vorteile haben kann. Für mich ist es einfacher mit Menschen direkt in ein sinnvolles Gespräch einzusteigen, daher nutze ich es auch.

 

Facebook ist aufgrund der großen Nutzeranzahl das berühmteste Beispiel. Ich sehe hier aber Dienste wie Snapchat noch interessanter, weil nicht nur Text und Bilder, sondern durch die kurzen Filme auch Emotionen besser transportiert werden können. Hier werden wieder Stimmen laut werden, die sagen, dass dann die Kinder morgen nicht mehr lesen und schreiben können, weil sie nur mehr Filmchen zur Kommunikation verwenden. Andererseits werden Kinder vielleicht empathischer und verstehen Emotionen besser und können damit umgehen, wenn sie diese Art der Kommunikation verwenden. Auch die Sprache wird mehr in den Vordergrund rücken.


Takeaways

  1. social media verändert die Kommunikation weg von small talk, hin zu direkterer, effizienter "offline-Kommunikation"
  2. Snapchat als neue Art der Kommunikation in der Sprache und Emotionen transportiert werden.
  3. Teilt man Dinge über die man gerne redet, dann werden dich andere die das auch interessiert danach fragen.

... und deine Erfahrung?

Und? Welche Erfahrung hast du mit der Kommunikation mit social media gemacht? Was hast du beobachtet?

 

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