Wer den Kopf in den Sand steckt muss mit dem Arsch atmen.

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Wie oft wissen wir was passieren wird, tun aber trotzdem nichts dagegen? Stecken den Kopf in den Sand und hoffen, dass der Sturm ohne Folgen an uns vorüber geht?



Sand im Denkgetriebe

Oft nehmen wir Situationen einfach so hin und lassen sie über uns ergehen. Wir können sie nicht ändern und entziehen uns damit der Verantwortung, doch etwas zu tun. Es sind immer die Anderen schuld, die Politiker, die Autofahrer, das Schicksal, usw. Wenn wir aber genauer hinsehen gibt es vieles das wir wirklich nicht direkt verändern können. Aber noch viel mehr, wo wir sehr wohl anpacken können.

 

Wann werde ich in Pension gehen dürfen? Als ich zu arbeiten begann war es mit 65 Jahren. Heute, 17 Jahre später, bin ich mir da nicht mehr so sicher. Werde ich noch eine Pension bekommen? Ich denke schon, aber aufgrund der Ereignisse der letzten Jahre bin ich mir sicher, dass es auch hier weitere Einschnitte geben wird.

 

Wird die Umweltverschmutzung in den nächsten Jahren abnehmen? Eher nicht. Dafür fehlen einerseits die notwendigen Technologien, sowie die Unterstützung in Schwellen- und Entwicklungsländern. 

 

Werden wir in Zukunft weniger mit Internetkriminalität konfrontiert werden? Wohl kaum.

 

Es gibt klare Antworten auf diese und viele andere Fragen die mit Zahlen, Daten, Fakten und Ereignissen belegt werden können. Es handelt sich um sogenannte Hardtrends, also Trends, die so geschehen werden. Das habe ich aus einem Vortrag von Daniel Burrus, einem Zukunftsforscher, mitgenommen. Manche Hardtrends sind uns klar. Wie z.B.: nach dem Winter kommt der Frühling. Wir werden älter und nicht jünger, usw.

 

Softtrends hingegen sind statistisch belegt und können so eintreten, müssen es aber nicht. Sie sind durch unser handeln beeinflussbar.

 

Das Modell von Burrus ist für Unternehmen und deren Planung für die Zukunft gedacht. Ich finde die Herangehensweise aber auch für den privaten Bereich sehr interessant. Kann man nun zwischen Hard- und Softtrends unterscheiden lässt dies vieles unter einem anderen Licht erscheinen.

 

Ohne Sport werde ich immer dicker. Ist das ein Hard- oder Softtrend? Viele würden so etwas aber als Hardtrend abtun. Je älter man wird, desto schwerer nimmt man ab. Oder eine der hundert anderen Ausreden. Wir sehen es als Hardtrend, um uns der Verantwortung zu entziehen. Es liegt aber an mir etwas dagegen zu tun. Es ist ganz klar ein Softtrend.


"Ein Hard-Trend ist, basierend auf klaren Fakten, Ereignissen und Messungen etwas, dass in der Zukunft mit Sicherheit passieren wird"

 

"Ein Soft-Trend kann, muss aber nicht, zukünftig eintreten"


Unterscheidung hilft

Hardtrends, das können ganz klare Fakten sein, vielleicht aber auch Dinge, die sich aus unserer Beobachtung und Ereignissen ergeben. Hardtrends verstecken sich überall. Beispiele dafür sind:

  • Die Erderwärmung nimmt zu.
  • Die Jahreszeiten sind immer in der selben Reihenfolge
  • Wir werden älter und nicht jünger.
  • Das iphone 7 wird schneller sein, als das iphone 6.
  • Das Erdöl wird uns irgendwann ausgehen.

Die Frage ist nur, was wir mit diesem Wissen anfangen. Wenn wir wissen, dass wir in Zukunft weniger Pension bekommen werden als heute angenommen, dann können wir das entweder ignorieren und den Kopf in den Sand stecken, oder der Tatsache ins Auge blicken und uns Gedanken machen, wie wir davon weniger abhängig sein könnten, z.B. durch eigene Vorsorgemaßnahmen.

 

Wenn wir wissen, dass die Internetkriminalität steigt, werde ich mich ihr unwissend aussetzen? Oder werde ich lernen mich zu schützen, ähnlich wie mit Selbstverteidigungskursen vor "echter" Kriminalität?

 

Wenn wir wissen, dass wir ohne Bewegung dick werden, dann können wir das als Softtrend ansehen und nicht als Hardtrend als gegeben ansehen. Dann liegt es nur an uns daran etwas zu ändern.

 

Das Problem ist aber, dass man niemand anderem mehr die Schuld geben kann. Oft suchen wir einen Schuldigen für unser Versagen, unsere Faulheit, oder unser Nichtstun. Wir suchen nach Ausreden. Das wird mit so einer Unterscheidung natürlich schwierig. Also Vorsicht, man muss dann auch etwas tun.

 

Die Unterscheidung zwischen Hard-Trends und Soft-Trends ermöglicht es uns, das Unveränderbare vom Veränderbaren zu unterscheiden. Dann liegt es nur an uns, das Veränderbare auch zu verändern.

 

Für das Business vieler Firmen wird dies zukünftig essentiell sein. Denn wenn man selbst nichts verändert, wird es jemand anderer sein und damit einen Wettbewerbsvorteil erhalten. Was geändert werden kann, wird verändert werden, egal ob man es selbst ist, oder jemand anderer.

 

Ich für mich kann mir aber aus dieser Unterscheidung auch viel mitnehmen. Und zwar das zu ändern was ich ändern will. Und dazu gibt es auch ein sehr passendes Zitat, das Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr, der diese Weisheit schon lange vor Daniel Burrus entdeckte.


  "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

 

- Reinhold Niebuhr -


Takeaways

  1. Kopf im Sand bringt Zähneknirschen.
  2. Hard-Trends können nicht verändert werden, Soft-Trends schon.
  3. Die Unterscheidung befreit uns aus der Lähmung und bringt uns zum Handeln
  4. Wir können keinem die Schuld dafür geben, dass wir zu faul sind an uns zu arbeiten, sobald wir eine solche Unterscheidung machen.
  5. Raus mit dem Kopf aus dem Sand
  6. Just do it

Feedback welcome

Was siehst du als Hard-Trend? Welche Soft-Trends beschäftigen dich und bringen dich zum Handeln? Hinterlass mir doch einen Kommentar dazu. Du kannst mir direkt über die contact Seite eine Nachricht zukommen lassen. Ich freue mich über jeden neuen Follower meiner Blogs. Um über Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben melde dich für meinen Newsletter in der Sidebar an, oder hier: Newsletter abonnieren


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