Der Meister der vom Himmel fiel

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Zuerst fand ich den Zettel ja ganz süß. Papierflieger sind cool. Doch nach zwei Tagen änderte sich meine Sichtweise dazu. Der Lehrling wurde zum Meister.



Der Papierflieger Vertrieb

Den Zettel fand ich zuerst ganz süß, weil unsere Kinder eben mit ihrer Schreibweise einiges zum Humor in unserem Haus beitragen. Es ist einfach toll, wenn etwas geschrieben wird, ohne Aufforderung von der Lehrerin, oder als Strafe für schlechtes Benehmen. Doch nach zwei Tagen änderte sich meine Sichtweise dazu und ich fand es einfach nur genial.

 

Die kurze Geschichte die mir Aaron einen Tag vor dem Auftauchen des Zettels erzählte fiel mir erst viel später wieder ein. In der Schule hat er gelernt wie man Papierflieger baut. Aha, in der Werkstunde, fragte ich? Nein, in der Pause, von einem seiner Schulfreunde. Das wunderte mich, denn normalerweise hatten die Kids nur ihre Handys und die dazugehörigen Spiele wie Clash-of-Clans, Hay Day und ähnliches im Kopf. Bei den 7 jährigen wohlgemerkt. Da kann Aaron ohne Smartphone nicht ganz mithalten.

 

Zu Hause wurden einige Papierfliegermodelle gebaut, getestet und adaptiert. Der stolze Ingenieur erklärt alle Einzelheiten, vom richtigen Falten und Werfen bis hin zum Verändern der Flugeigenschaften durch Aufstellen verschiedener Ecken und Enden.

 

Am darauffolgenden Tag klebte nun das Verkaufsschild an der Tür. Zwei Tage später bin ich baff. Was ist passiert? Ich erkenne die kindliche Genialität und gleichzeitig ärgere ich mich über meine eigene Scheuklappendahinvegetiererei. Warum?

 

Wie denken Kinder ...

  • Innerhalb von 10 Minuten wurde etwas neues erlernt.
  • An einem Tag wurde die Technik vertieft und verfeinert.
  • Am Tag darauf wird das Unternehmen gestartet und der Vertrieb aktiviert.
  • Voller Leidenschaft wird erklärt und verkauft.

Und wir Erwachsenen ...

  • Wir machen uns in die Hose, wenn wir etwas neues ausprobieren sollen.
  • Anstatt etwas zu riskieren und zu starten finden wir 1000 Gründe warum es nicht funktionieren kann mit unseren Fähigkeiten erfolgreich zu werden.
  • Wenn wir etwas halbwegs können sind wir zu faul uns zu verbessern und ein Meister darin zu werden.
  • Und falls wir etwas gut können sind wir nicht fähig es zu vermarkten. Wen interessiert das was ich mache schon? Was wenn keiner meine Fähigkeiten braucht?

Deine Stärken, deine Leidenschaft, Meister werden

Das Wort verkaufen hat heute immer noch einen schalen Beigeschmack. Oft wird der Verkäufer als Gauner gesehen, der einen über den Tisch ziehen und sich selbst bereichern will. Zumindest im deutschsprachigen Raum trifft man oft auf diese Ansicht. Ich glaube, dass dies mit ein Grund dafür ist, das sich selbst niemand vermarkten will, sich in die Auslage stellen und zeigen will.

 

Das ist schade, denn viele talentierte Menschen scheitern damit sich einfach zu zeigen und ihre Stärken zu präsentieren. Da nehme ich mich selbst nicht aus. Auf der Suche nach seinen Stärken führt man allzu oft einen inneren Dialog, der oft genug damit endet, dass es eh keinen interessiert was man selbst anzubieten hat. Und man unterliegt oft dem (falschen) Glauben, dass es sowieso so viele andere gibt die besser sind, als man selbst.

 

Das mag schon sein, aber diese Menschen haben auch irgendwann begonnen und gelernt und sich verbessert. Wenn man sich die Geschichten erfolgreicher Menschen ansieht, ist keinem was in den Schoss gefallen, sondern es steckt immer kontinuierliche harte Arbeit dahinter. Nur glaubt das am Ende keiner mehr, weil nur das Ergebnis sichtbar ist, aber nicht der Weg dorthin.

 

Hol dir einfach Feedback von Außenstehenden, ob du besser bist als andere. Wahrscheinlich schätzt du dich selbst zu schlecht ein. Aber Vorsicht, deine engsten Freunde und Verwandte könnten dich zu gut einschätzen, damit sie dir eine Freude machen. Dann endest du bei den Outtakes von Deutschland sucht den Superstar. Ehrliches Feedback von Menschen die das was du machen willst gut können wäre perfekt. Nimm die Kritik positiv auf und verbessere dich. Aber wenn nur Genörgel und persönliche Attacken kommen, ist das Gegenüber wahrscheinlich nur neidisch und gönnt dir den Weg und den Erfolg nicht. Vergiss solche Menschen, sie helfen dir nicht weiter.

 

Das funktioniert nicht? Das dachte ich mir auch oft. Vielleicht fällt es anderen leichter neue Dinge auszuprobieren und dahinter zu bleiben. Mir leider nicht. Ich wollte immer gerne Schreiben und einen Kampfsport erlernen, fit sein, Gitarre spielen und Spanisch sprechen, aber ich wollte mich nicht zeigen. Ich wollte immer schon Meister sein bevor ich beginne, ohne Training, ohne Arbeit. Ziemlich blöd. Aber ich hab nun auch begonnen (zumindest mit dem Schreiben, trainieren und Karate) und es funktioniert, also kann das jeder. Ich bin schon ein paar Monate weiter und es hat sich viel getan. Und es werden weitere Taten folgen :-)

 

Ich nehme mir einfach ein Beispiel an meinem Sohn und starte, lerne, trainiere und verbessere mich. Und wenn es nicht klappt? Na und? Nächstes Ding. In diesem Sinne wünsche ich Euch eine erfolgreichen Start. Sehr inspirierend fand ich Dein nächtes großes Ding von Matthew Mockridge. Ich fands sehr gut und inspirierend.


Takeaways

1. Mach es wie die Kinder. Starten, lernen, verbessern, verkaufen, jetzt.
2. Hol dir Feedback zu deinen Stärken.
3. Vergiss die Nörgler und Besserwisser, sie helfen dir nicht weiter.
4. Deine Leidenschaft wird jemanden interessieren.
5. Ohne Fleiß kein Preis.
6. Verkaufen ist gut.
7. Noch kein Meister ist vom Himmel gefallen.


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